Rundbrief vom 17. Mai 2020

Liebe Anwohner/innen, liebe Mitstreiter/innen,

seit unserem letzten Rundbrief ist wieder einige Zeit ins Land gegangen.
Corona behindert uns immer noch, aber Schritt für Schritt geht es ins normale Leben zurück.

In der Zwischenzeit sind wir wiederum nicht untätig gewesen und können gute Nachrichten verkünden.

Deshalb folgende Informationen:

  • Wir haben weitere Beschwerdebriefe an:
    • das Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (LLUR)
    • das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND)
    • den Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr (LBV)
    • die Stadtwerke Wahlstedt  
    • den Bürgermeister geschrieben.
  • Die Stadtwerke Wahlstedt wurden durch den LBV schriftlich verpflichtet, auf eigene Kosten eine Lärmimmissionsmessung durchführen zu lassen, nachdem diese ihren Verpflichtungen über Jahre nicht nachgekommen waren.

  • Die Messung fand am 28.04.2020 an einem einzigen von 4 Messpunkten statt. Da den Stadtwerken dieser Termin vorgegeben war, fand eine oscarverdächtige Waggonentladung statt, die ja vorher schon geprobt worden war. Die Ergebnisse liegen uns noch nicht vor. Wir werden uns aber bemühen, sie zu erhalten.

  • Wir ziehen in Erwägung, eine eigene Lärmimmissionsmessung unter realen Bedingungen durchführen zu lassen. Dieser Termin würde dann auch nicht bekannt sein.

  • Das LLUR wurde fast jedes Mal beim Entladebetrieb oder Betrieb des Asphaltmischwerkes durch Zuschriften, Telefonate und kurze Beweisvideos über die Staubimmissionen auf dem Werksgelände informiert. Die Videos sprachen Bände und waren nicht weg zu diskutieren.

  • Wir fordern weiterhin Staubmessungen, da die extremen Staubimmissionen beim Verladebetrieb nicht hinnehmbar sind. Viele Videos und Fotos belegen dies (zu sehen auf unserer Website www.bürgerprotest-asphaltmischwerk-wahlstedt.de). Inzwischen wurde vom Betreiber tatsächlich eine Sprinkleranlage installiert, die laut Genehmigungsunterlagen schon mehr als 10 Jahre  vorhanden sein sollte. Die Zukunft wird zeigen, ob diese dann auch bei der Waggonentladung sowie der Produktion in Betrieb sein wird.

  • Am 15.05.2020 war ein Fernsehteam des NDR vor Ort. Leider war der Termin durchgesickert. Weitere Informationen zu diesem Thema folgen. Das Werk produzierte erst am Nachmittag und der daraus resultierende Gestank zog erst nach den Dreharbeiten ins Wohngebiet. Anschließend wurde erstmalig mit einer großen grünen Kehrmaschine das Werksgelände gereinigt. Ist das jetzt immer so?

  • Im Landtag vertretende Parteien wurden  angeschrieben und um Unterstützung gebeten. 

  • Weitere Anträge nach dem Informationszugangsgesetz (IZG), über das
    Zustandekommen des ,,gemeindlichen Einvernehmens“ der Stadt bezüglich diverser
    Genehmigungsverfahren für die Asphaltmischanlage sind gestellt worden.

  • Die Bitte um Einberufung einer Einwohnerversammlung beim Bürgervorsteher wird, sobald Versammlungen wieder erlaubt sind, erneut gestellt werden.

  • Die Gründung eines eingeschriebenen Vereins ist immer noch im Fokus und wird nach Corona schnellst möglichst vorangetrieben. Wir sind dankbar, dass wir neue Unterstützer begrüßen dürfen, die sich uns angeschlossen haben. Auch sie leiden unter Lärm-, Staub- und Geruchsbelästigungen ausgehend vom Asphaltmischwerk
Staubaufwirbelungen beim Verladen…

Wir bleiben am Ball und kämpfen weiter dafür, dass Maßnahmen zum Schutz aller Anwohner, besonders für die Kinder der Kita des Kinderschutzbundes in der Dr.-Hermann-Lindrath-Straße getroffen werden. Ebenso werden wir auch weiterhin für die Messung der Luftschadstoffe kämpfen!

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie unser Engagement auch weiterhin  unterstützen – mit Worten, tatkräftiger Mitarbeit und finanzieller Hilfe. Dafür danken wir Ihnen schon jetzt!

Bleiben Sie gesund! 

Ihre Corda Jacobsen und Michael Pirrung-Weller

Ein Gedanke zu „Rundbrief vom 17. Mai 2020

  1. Klasse, stellenweise gibt es auf dem Gelände jetzt endlich Sprinkler zur Staubvermeidung, die nicht nur kleckern – wie zuvor. Sehr lobenswert. Aber leider nicht zuverlässig in Betrieb. Als ich gestern in Richtung Werk fuhr und in der Dr.-Herrmann-Lindrath-Straße stoppte, kurvte gerade der große Radlader um die Ecke. Kaum hatte der Fahrer mich entdeckt, fuhr er unverrichteter Dinge wieder zurück, stieg aus dem Fahrzeug, und plötzlich begannen beeindruckende Wasserspiele. Bestimmt hatte man nur versehentlich vergessen, die Bewässerung in Betrieb zu nehmen.
    Aber komisch – als ich heute zu anderer Zeit vorbeifuhr, war während der Arbeiten wieder kein Sprinkler in Betrieb!

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