Wieder einmal: Dicke Luft in Wahlstedt

aufgenommen um 8:40 Uhr 6 Grad Celsius

aufgenommen um 16:00 Uhr

aufgenommen um 16:45 Uhr

Da gibt es Klärungsbedarf!

Was kommt aus dem Schornstein, den ganzen Tag über? Was ist das für ein schwarzer stinkender Qualm? Wieso wird bei diesen Temperaturen überhaupt produziert?

Da helfen weder Schutzmasken noch Sicherheitsabstand und Lüften kann man schon gar nicht! Diese schwarzen Wolken ziehen auch Ende November noch über und durch die Stadt. Von wegen Winterpause! Es wurde uns gesagt, dass unter 10 Grad Celsius keine Asphaltproduktion möglich ist.

Da guckt man und staunt und sorgt sich wieder einmal um seine Gesundheit!

30 000 Euro

Eine schwarze stinkende Wolke kommt aus dem Schornstein des AMW

Von 2015 bis 2017 gab es in Lilienfeldt/Türnitz in Österreich massive Beschwerden gegen Gerüche aus einer Asphaltanlage. Die durchgeführte Geruchsemissionsmessung ergab eine mehrfache Überschreitung der Grenzwerte.

Der Betreiber hat reagiert und eine vollständige Bitumendampfabsaugung neu installiert, die die stinkenden Bitumendämpfe dem Verbrennungsprozess der Trockentrommel zuführt. In der Trockentrommel werden bei über 1.000 Grad die leicht flüchtigen Geruchsemissionen verbrannt.

Dies hat den Betreiber 30.000 Euro gekostet!

Ist die Gesundheit der Wahlstedter keine 30.000 Euro wert?

Quelle: https://www.noen.at/lilienfeld/lilienfeld-tuernitz-anrainerbeschwerden-ueber-gestank-firma-hat-reagiert-geruchsbelaestigung-asphaltmischwerk-schrambach-freiland-48152437#

Gratis! Live!

  • Einzigartiges Baggerkonzert mit Rassel, Hupe und Paukenschlag!
  • JETZT: Dr. Hermann-Lindrath-Straße am Asphaltmischwerk (seit 8.10 Uhr fortlaufend)
  • Zeitiges Erscheinen sichert die besten Plätze und in Corona-Zeiten muss man an Open-Air-Veranstaltungen mitnehmen, was man bekommen kann!

  • Übrigens: Es wäre ein guter Tag gewesen, um Lärmimmissionsmessungen unter realen Bedingungen bezüglich des Waggon-Entladebetriebs zu machen!

Mögliche Geruchsquellen einer Asphaltmischanlage

Mit freundlicher Genehmigung von Finn Pirrung

Wir könnten wirklich jede der hier dargestellten Qualm-Austrittsstelle (rote Kreise) am Beispiel des Asphaltmischwerkes Wegener mit Fotos und Videos belegen!

ABER: Wir müssen zugeben….denn wir können so etwas…..dass diese ,,Lecks“ momentan der Vergangenheit angehören. Der Betreiber des hiesigen Asphaltmischwerkes hat es geschafft, fast alle ,,Lecks“ zu beseitigen! Das sind gute Nachrichten! Vielleicht auch dank des LLUR?

ALLERDINGS: Wäre da nicht der Schornstein, aus dem weiterhin schwarzer, stinkender Qualm kommt und der ekligen Gestank über ganz Wahlstedt verteilt, könnte man glatt eine Kampagne starten, um junge Familien mit Kindern einen Zuzug in unsere Stadt im Grünen schmackhaft zu machen.

WAS WÄRE ZU TUN? Man könnte ein besseres Filtersystem in den Schornstein einbauen, dass alle Schadstoffe herausfiltert! Noch besser wäre ein Katalysator! Er wird bereits in die Schornsteine von Kreuzfahrtschiffen eingebaut und wäre eine Möglichkeit, PAK und üblen Gestank zu stoppen. Bei den PKW/LKW klappt es ja schließlich auch.

Info:https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/schiffbau/katalysator-fuers-kreuzfahrtschiff/

ABER: Wo es nur um Profit geht, interessiert die Gesundheit der Bewohner augenscheinlich nicht!? Und Überwachungsbehörden haben, so scheint es, Verständnis dafür, dass man in eine der ältesten deutschen Asphaltmischanlagen nicht so viel investieren kann.

DER ARME? BETREIBER! Diese Anlage hier in Wahlstedt ist schließlich nicht die einzige, die er betreibt.

Info: https://www.hermann-wegener.de/produkte-standorte

Die A 20 soll weiter gebaut werden. Profit ohne Ende ist in Sicht, von den Sanierungen der Landes- und Kreisstraßen einmal abgesehen, die hier im echten Norden betrieben werden sollen.

ES NÜTZT AUCH NICHTS, wenn der sog. Klimaschutzmanager der Stadt immer dann am AMW vorbeifährt, (er wurde schon öko-bewusst per Fahrrad oder mit geöffneter Fensterscheibe per Auto gesichtet) wenn gerade kein Qualm aus dem Schornstein kommt. Tja Pech, zur falschen Zeit am richtigen Ort.

Fazit: Alles Hysterie der Anwohner.

Da benötigt man eben mehr Engagement!

UND WO sind die Politiker der Stadt? Sind die Bewohner der Stadt Wahlstedt es nicht wert, in einer sauberen, nicht eklig stinkenden Stadt zu leben? Warum unterstützt nicht eine Partei die Einwohner?

….Huch, ich vergaß….ich kann ja gar nicht wissen, was von Politikseite alles unternommen wird. Hier wird ja vieles heimlich, still und leise, hinter verschlossenen Türen gemacht…… Wie wäre es mal mit mehr Öffentlichkeit? Die nächste Wahl kommt bestimmt! Pluspunkte kann man immer gebrauchen!

Liebe Bewohner Wahlstedts.…wie immer am Schluss unser Appell: 

Sollte es Ihnen mal wieder mega stinken: Beschwerden immer gerne ans LLUR: Luebeck.Poststelle@llur.landsh.de

und unbedingt Lärm, Staub und Gestank dem Immissionskataster der Initiative Wahlstedt melden! https://www.initiative-wahlstedt.de/immissionskataster-wahlstedt/.

Ich wünsche Ihnen eine gute, hoffentlich geruchsfreie Woche…die Chancen dafür sind gut, denn momentan produziert das Asphaltmischwerk nicht. Die Hoffnung wäre, dass jetzt die sog. Winterpause begonnen hat, in der der Betreiber Zeit hätte, etwas für die Verbesserung der Situation zu tun! Schöner Traum!

Versuche Sie gesund zu bleiben, soweit es in Ihrer Macht liegt!

Ihre Christa Grütt

Hätten Sie es gewußt?

PAK-Nachweisverfahren

Bekannten PAK-Schnellerkennungsverfahren zur Prüfung von teer-/pechbelasteten Straßenausbaustoffe sind:

– Geruchsprüfungen

– Teerschnellerkennungspistole

– Teerschnellerkennungslampe

– Lacksprühverfahren mit Weißlack

Letzteres wird bevorzugt eingesetzt, dient dabei aber lediglich zu einer groben Orientierung!

Eine eindeutige Identifikation teer-/pechhaltigen Materials und eine Quantifizierung des Schadstoffgehaltes ist durch diese Verfahren insgesamt nicht möglich.

Bei unklaren Ergebnissen ist der PAK-Gehalt nach EPA ( Environmental Protection Agency, amerik. Pendant zur deutschen Umweltschutzbehörde) im Feststoff……anhand von Bohrkernen bzw. Ausbaumaterial zu bestimmen.

Bei einer Verfärbung während der Anwendung des Lacksprühverfahren mit Weißlack ist nur eine Aussage dahingehend möglich, dass teer-/pechtypischen Bestandteilen vorhanden sind.

Tritt keine Verfärbung auf, kann man nicht davon ausgehen, dass keine teer-/pechtypischen Bestandteile vorhanden sind. (gelesen in einem Schreiben des LBV-SH 2018)

Wie überaus beruhigend!

Viele PAK gelangen durch Verbrennungsprozesse in die Atmosphäre und verteilen sich dadurch weiträumig.

PAK in der Luft

,,Als Marker für PAK in der Luft dient Benzo[a]pyren, für das ein Zielwert von 1 Nano-gramm/m3 gilt.

2013 kam es in mindestens 13 EU-Ländern zu Zielwertüberschreitungen.

Um den PAK-Gehalt von Produkten zu bestimmen, messen Chemiker und Chemikerinnen meist die Summe von 16 Verbindungen.

Benzo[a]pyren dient dabei als Leitsubstanz, d. h. es wird stellvertretend für alle anderen PAK betrachtet. Die Fachleute sprechen hierbei von PBT-Stoffen (Persistente, Bioakkumulierende und Toxische Stoffe). Werden solche Chemikalien freigesetzt, können sie wegen ihrer Eigenschaften nicht mehr aus der Umwelt entfernt werden. Im Gegenteil: Sie reichern sich an und können dabei Pflanzen, Tiere und letztendlich den Menschen schädigen.

PAK binden an Staub- oder Rußpartikel und gelangen so auch in die Atmosphäre. Dort können sie wegen ihrer Langlebigkeit über weite Strecken transportiert werden.

Durch Regen, Nebel oder Schnee gelangen die PAK-haltigen Stäube wieder zur Erdoberfläche, lagern sich auf dem Boden und auf Pflanzen ab oder gelangen in das Oberflächenwasser. (aus einer Publikation des Umweltbundesamt)

Auch diese Ausagen stimmen einen nicht froh!

Sollte es daher nicht das Bestreben eines Asphaltmischwerkes sein, alles zu tun, um die Emissionen und Imissionen von PAK durch den Einbau eines Filters oder Katalysator zu verhindern und die Gesundheit der Wahlstedter Bürger nicht weiter zu gefährden?

Ist der Profit wichtiger als die allgemeine Gesundheit? Der Einbau eines funktionierenden Filters oder Katalysators wäre doch mal ein Zeichen des guten Willens!

Zur Info:

PAK: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Emissionen bedeutet „Ausstoß“, im Allgemeinen die Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt.

Immission bedeutet „Einwirkung“ von Störfaktoren aus der Umwelt auf den Mensch und die natürliche Umwelt.

Baggerkonzert mit Paukenschlag und Lokomotivenmotorenbegleitung

  • Könnten Sie diesen Lärm über Stunden ertragen?
  • Handy-Lärmapp-Messungen ergaben über 70Db, wobei die ,,Knall“-Spitzen noch gar nicht gemessen wurden.
  • Und wenn es mal nicht knallt, dann hat man das Getucker und alle 30 Sekunden Entlüftungsgezische der Diesellok als permanente Hintergrundberieselung.
  • Und? Könnten Sie das auf Dauer ertragen?

Und täglich grüßt das Asphaltmischwerk mit unerträglichem Gestank:

Morgens um acht, ist die Welt in Wahlstedt nicht mehr in Ordnung!

Wieder einmal:

Fenster zu beim Morgenkaffee! Denn was da morgens durch die Gärten zieht, sieht nicht nur beängstigend aus, es stinkt auch beängstigend schlimm! Was ist das nur für ein Gestank?

Wieder einmal:

habe ich Angst um meine und vor allen Dingen um die Gesundheit meiner Familie, meiner Kinder. Was ist da in der Luft außer dem Gestank?

Wieder einmal:

gibt es nichts schön zu reden! Das Asphaltmischwerk spuckt über den Schornstein dunkle Wolken aus, die erbärmlich stinken!

 Wieder einmal:

kein Wasserdampf, wie vom Betreiber des  Asphaltmischwerk behauptet.

Wieder einmal:

ist mir angst und bange!

Wieder einmal:

fühle ich mich mit meinen Sorgen von Stadtvertretern und Behörden allein gelassen.

Wieder einmal:

heißt es bei schönem Wetter tagsüber im Haus bleiben und Fenster und Türen geschlossen halten!

Wieder einmal:

erneutes Warten auf das Ende der Produktion im Asphaltmischwerk und hoffen, dass keine stinkenden Haufen nach Betriebsschluss auf dem Gelände vor sich hindampfen!

Wie lange noch?

Corda Jacobsen

Endlich !

V.i.S.d.P.:

Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt  e.V.

Sprecherinnen:   Michaela Pirrung-Weller

                            Corda Jacobsen

Email:                 pirrmi72@gmail.com        

                           corda68@gmx.de

                                                                                                                                                                                                                                                       Wahlstedt, den 02.11.2020

Liebe MitstreiterInnen, liebe Interessierte,

was lange währt, wird endlich gut, auch Corona stahl uns nicht den Mut.

Wir freuen uns, euch/Ihnen mitzuteilen, dass wir seit dem 23. Oktober 2020 im Vereinsregister eingetragen sind und uns somit (endlich) ,,eingetragener Verein“ (e.V.) nennen dürfen.

Weitere Informationen folgen in Kürze.

Liebe Grüße und bleibt/bleiben Sie gesund!

Der Vorstand

Michaela Pirrung-Weller

Corda Jacobsen

Beschwerdebrief einer direkt betroffenen Anwohnerin ans LLUR

Sehr geehrte Damen und Herren,

so fühle ich mich derzeit – ziemlich angefressen.

Ich wünschte, Sie würden hier im Heideweg an unserer Stelle wohnen. Dann müsste ich Ihnen nicht erklären, dass unser Haus an der falschen Stelle steht, wir bei West- bzw. Südwestwind die Trichterwirkung der vor uns liegenden Häuser merken, wie schrecklich es in den beiden vergangenen Wochen hier gestunken hat und auch gestern stank. Es war trocken und ich hätte lieber draußen gearbeitet und den Garten winterfest gemacht. Aber das war leider nicht möglich bei dem Gestank. Heute regnet es den ganzen Tag, draußen arbeiten ist nicht möglich – auch wenn es heute nicht stinkt. Also sitze ich am Schreibtisch …

Eigentlich wollte ich nicht mehr schreiben – bringt ja doch nichts und macht nur unsere Nerven kaputt. Solange wir Bürger brav unsere Steuern bezahlen, uns regelkonform zu den geltenden Gesetzen verhalten und nicht gegen Missstände wehren, ist für Behörden und Politiker alles in Ordnung.

Obwohl das Behördenhandeln nicht immer einschätzbar ist. Es wird sogar auf anonyme Anzeigen reagiert, sofort gehandelt und einer alten Dame wird nach 18 Jahren die von ihr verletzt aufgefundene und von Hand aufgezogene Krähe weggenommen. Prompte Reaktion! Kann man wirklich stolz drauf sein. Die Krähe ist nun in der Wildtierstation gelandet – auswildern kann man sie nicht mehr – und ist vermutlich genauso unglücklich wie die alte Dame.

Aber wehe, wenn wir unsere Rechte auf saubere Luft und ohne unzumutbare Lärmbelästigung einfordern. Dann sieht das schon anders aus mit den Reaktionen der angesprochenen Ämter und Politiker. Dann ist nix mehr mit Transparenz und Bürgerwohl. Da wird bei Anfragen, die uns nach dem Informationszugangsgesetz zustehen, gemauert und die Verantwortung von einem zum anderen weitergeschoben. Und damit werden unsere Grundrechte auf dem Altar der Gewinnmaximierung zu Gunsten einiger weniger geopfert.

Bestes Beispiel dafür ist die Frage nach der Bahnentladung. Das Werk sagt, es hat damit nichts zu tun, genauso wenig wie die Stadtwerke als Besitzer des Industriegleises. Beide bestreiten vehement die Zuständigkeit. Absurd. Aber irgendwer muss doch die Ladung bestellt haben, sie verbrauchen und auch bezahlen. Denn: „Wer die Musik bestellt, bezahlt sie auch und bestimmt, was gespielt wird“. Wenn also niemand zuständig ist für Bestellung, Verarbeitung und Bezahlung, kann man auf diese Züge verzichten. Damit wäre schon ein großer Teil unserer Beschwerden erledigt.

Wir schreiben seit vielen Jahren an die Stadt, den Kreis, das LLUR und sogar an den Minister und bitten um Abhilfe von Gestank, Lärm und Dreck vom entschieden zu nah an der Wohnbebauung genehmigten Asphaltmischwerk. Da passiert leider nicht wirklich viel. Obwohl die Fa. Wegener mittlerweile auf unsere Bitte um Reduzierung der Staubbelastung reagiert hat und das Werksgelände nun mehr oder weniger permanent beregnet. Der Boden ist teilweise so nass, dass das Wasser auf der Schräge Richtung Bahngleis herunterläuft.

Wo bleibt dieses Wasser? In der linken Ecke von der Dr. Hermann-Lindrath Str. aus gesehen befindet sich ein auszementiertes Becken, das allerdings mit einem niedrigen Steinwall gegen das übrige Gelände abgeschottet/abgetrennt ist. Soll dieser das Wasser in die richtige Bahn zu dieser Senke hin lenken oder verhindern, dass das Wasser dort hinein läuft? Das Gelände wird ja mit LKWs bzw. Radlader befahren und es lagert teilweise Asphalt bzw. Bitumen dort, ein aus Erdöl gewonnenes Material. Da ist es nicht auszuschließen, dass durch das Wasser ölhaltige Stoffe ausgewaschen werden. Ohne entsprechende Behandlung besteht doch die Gefahr, dass diese Stoffe in die Erde gelangen und unser Grundwasser verunreinigen können. 

Ich wüsste also gern, wo dieses Wasser bleibt. Also ob es in die Kanalisation geleitet wird und ob es am Sammelpunkt einen Ölabscheider gibt.

Und ich wüsste auch gern, wie hoch die vier Silotürme der Fa. Holcim an der Dr. Hermann-Lindrath Str. sind. Lt. dem seit 2013 geltenden B-Plan Nr. 34 dürfen bauliche Anlagen eine Höhe von 12m bezogen auf das Straßenniveau der Dr. Hermann-Lindrath Str. nicht überschreiten. Diese Türme sind aus meiner Sicht „bauliche Anlagen“. Irritierend finde ich die Genehmigung aus dem Jahr 2014, wonach die Türme 21,92m bzw. 20,08m hoch sein dürfen. Das ist mit dem gültigen B-Plan nicht vereinbar. 

Und auch hier weiß ich nicht, wen ich fragen soll. Den Betreiber bzw. Nutzer der Türme? Nicht wirklich, das würde vermutlich nicht gut ankommen. Also bleibt das Ganze schwierig und ich lade meine Fragen bei Ihnen ab.

Mit freundlichen Grüßen

Renate Mülker