Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Die Feuerwehr in Ostholstein macht sich Sorgen um die krebserregenden Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

In einem Artikel der LN vom 11.07.21 informiert Marcus Bätgen von der Initiative ,,Feuerkrebs“ über die Gesundheitsgefahren durch PAK.

Zu lesen unter: https://www.ln-online.de/Lokales/Ostholstein/Feuerkrebs-Wie-die-Feuerwehren-in-Ostholstein-ihre-Einsatzkraefte-schuetzen

Wir fühlen uns in unseren Ängsten über die PAK, die über den Schornstein des hiesigen Asphaltmischwerkes abgeleitet werden, durch diesen Artikel abermals bestätigt und registrieren mit Entsetzen, was allem Anschein nach, über die Einwohner der Stadt Wahlstedt verteilt wird, ohne dass sie sich in irgendeiner Weise schützen können. Am Schlimmsten sind demnach die Kinder des in unmittelbarer Nähe befindlichen Kindergartens des Kinderschutzbundes in der Dr.-Hermann-Lindrath-Straße betroffen!

Kann man, wenn man diesen Artikel gelesen hat, überhaupt noch in irgendeiner Weise verantworten, dass auf dem Gelände dieser Kita oder im Waldkindergarten (je nach vorherrschender Windrichtung) Kinder spielen?

Schon beim Anheizen des Werkes mit Braunkohlestaub können jede Menge PAK freigesetzt werden!

Anfeuerung am frühen Morgen

Wie lange werden die Verantwortliche noch die Augen vor der Gefahr für die Kindergartenkinder und die Wahlstedter Bevölkerung verschließen (können) und wie wird man mit Spätfolgen umgehen?

In dem Artikel in der LN wurde darauf aufmerksam gemacht, wo überall krebserregende Stoffe lauern und wie sie von unserem Körper aufgenommen werden.

Laut Bundesumweltamt werden bei jedem Verbrennungsprozess von organischen Materialien (Holz, Kohle, Öl oder Diesel) polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe durch den entstehenden Ruß freigesetzt.

Bei der Anfeuerung einer Asphaltmischanlage durch Braunkohlestaub, entstehen ebenfalls PAK, die über den Schornstein in die Luft abgegeben werden.

Diese PAK können vom Körper über die Haut, den Mund oder die Nase aufgenommen werden.

Die deutsche gesetzliche Unfallversicherung hat daher Feuerwehrmännern, die im Einsatz waren, empfohlen, noch am Einsatzort ihre Berufskleidung auszuziehen und Hände, Hals, Nacken und Gesicht gründlich zu waschen. Sprich: sich zu dekontaminieren.

Wacht vielleicht irgendjemand in Wahlstedt (außer dem Bürgerprotest und seinen Mitgliedern) auf und fordert zuverlässige Messdaten (und keine geschönten Prognosen) darüber, was da an schwarzem Qualm und Schadstoffen über den Schornstein der Asphaltmischanlage in die Umgebung abgegeben wird? Eine stationäre Schadstoffmessung über einen längeren Zeitraum würde hierüber Auskunft geben. Zu teuer? Was ist die Gesundheit der Bevölkerung wert?

Emissionen bei laufendem Betrieb

Liebe Politiker, es ist Wahljahr. Ist keine Partei bereit, sich den vorherrschenden Missständen bezüglich dieser Schadstoffe anzunehmen, zuverlässige längerfristige Schadstoffmessungen durchzuführen und nicht nur Bodenproben in tiefer gelegenen Bodenschichten zu nehmen, die innerhalb der Grenzwerte liegen? und ins Konzept passen? Welche Partei fühlt sich wirklich als Vertretung der Bürger und nicht nur also Mittel zur Selbstverherrlichung?

Vielleicht könnte, wie in dem Artikel beschrieben, auch für die Kita-Kinder ein Anhänger für eine Kita-Hygiene aufgestellt werden, in dem die Kinder dekontaminiert werden, bevor sie nach Hause gehen? Wo ein Bauwagen Platz hat, ist doch sicherlich auch für solch einen Anhänger Raum und außerdem könnte man über das Stadtgebiet verteilt ebenfalls solche Anhänger aufstellen, in denen sich die Einwohner dekontaminieren könnten, wenn es mal wieder widerlich in Wahlstedt stinkt.

Wir wünschen Ihnen einen guten Start in die neue Woche!

Bleiben Sie gesund…irgendwie…

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Aus der Traum…..

Nachdem wir in unserem letzten Beitrag auf dieser Website mitgeteilt hatten, dass das hiesige Asphaltmischwerk scheinbar einen Hitzekoller erlitten hatte, weil es längere Zeit nicht in Betrieb war, müssen wir leider feststellen, dass die Reha/Verjüngungskur der Anlage gründlich misslungen ist.

Bereits in der letzten Woche (KW25) lief das Werk, wobei wir fast keinen Gestank bemerkt haben. Dies könnte allerdings auch der vorherrschenden Windrichtung geschuldet sein.

Seit dieser Woche (KW 26) werden die Anwohner und Wahlstedter wieder durch teilweise massiven Gestank belästigt!

Hoffnung hatten wir durch ein Gerücht, wonach der Betreiber tatsächlich Geld in die Hand nehmen wollte, um in teureres, weniger stinkendes Bitumen zu investieren.Wie die aktuellen Gestanksattacken zeigen, entsprach dieses Gerücht entweder nicht der Wahrheit oder die Massnahme wurde nicht umgesetzt. Schade….

Wieso stinkt es wieder so?

Bereits im letzten Jahr wurde Qualm bemerkt, der nicht, wie in den behördlichen Auflagen beschrieben, über den Schornstein abgeleitet wird, sondern kurz davor seitlich austritt. Dieser Zustand ist aktuell wieder zu beobachten. (s. Video)

Könnte das eventuell die Ursache für diesen massiven Gestank sein?

Man muss schon genau hinschauen: Unterhalb der oberen Hälfte des Schornsteins tritt Qualm aus…..

Wir wissen es nicht und bekommen darüber auch keine Auskunft, sind aber nach wie vor die Leidtragenden.

Den Sommer bei gesunder, frischer Luft im eigenen Garten genießen zu dürfen, bleibt für uns wieder einmal leider nur ein Traum.

Es war zu schön, um wahr zu sein!

Danke, auch im Namen unserer Kinder, an die Firma Wegener für die Zerstörung dieses Traumes und die Einschränkung unserer Lebensqualität in dieser Sommer- und Ferienzeit!

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Bleiben Sie gesund!

Bahnbrechendes Klima-Urteil des Bundesverfassungsgerichts

29. April 2021 | Klimawandel, BUND, Kohle, Energiewende
Karlsruhe/Berlin.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) hat heute mehrere
Klimaklagen für teilweise begründet erklärt. Die Klagen waren damit erfolgreich. Der
Solarenergie-Förderverein Deutschland (SFV), der Bund für Umwelt und Naturschutz
Deutschland (BUND) sowie die Einzelkläger der 2018 erhobenen Klage, der 2020
weitere Personen und Verbände mit eigenen Klagen folgten, bewerten das Urteil als
einen großen Erfolg.

Wäre dieses Urteil nicht eine Möglichkeit, Veränderungen in Bezug auf die Braunbekohlefeuerung der Asphaltmischanlage Wegener in Wahlstedt einzuleiten?

Auch die Ignoranz und Weigerung des Wahlstedter Klimabeauftragten zur Befassung, sollte mit Hinweis auf das Klimaurteil des Bundesverfassungsgerichts kritisch hinterfragt werden……

https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2021/03/rs20210324_1bvr265618.html;jsessionid=D52C3C5252866448BAEEFE342F90D2C8.2_cid386

In Hamburg gibt es jetzt ein weiteres Urteil, das den Senat zwingt weitere Schadstoffmessungen durchzuführen – und dies nicht wie heute bei Messungen von Behörden üblich in 4 Metern Höhe – sondern lediglich in einer Höhe 1,50 Meter!

Wäre nicht ein umweltverträglicher Gas-Anschluss, anstelle von Braunkohlestaub, eine gute Alternative zum Befeuern des Asphaltmischwerkes mit weniger Umweltschadstoffen sowie den damit verbundenen Quecksilber-, PAK- und Schwermetallausstössen? ….zumal unmittelbar neben dem Werk eine Erdgas-Leitung verläuft?

Ist es wiederum eine Frage des Geldes, wieviel die Gesundheit der Wahlstedter wert ist?

Es gibt viele Möglichkeiten, das Miteinander des Asphaltmischwerkes und der Wahlstedter Bürger erträglich zu machen.

Man muss es nur wollen!

Mit freundlichem Gruß

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Offener Brief

an den Klimamanager

an die Stadtvertreter der Stadt Wahlstedt

Sehr geehrte Damen und Herren,

sind Ihnen mal wieder die Hände gebunden oder verspüren Sie auch den Wunsch, etwas zu unternehmen, wenn Sie unser Video vom Morgen sehen? (s. in dem Beitrag davor!)

Das Video zeigt unübersehbar, wie ein wahrer Giftcocktail aus dem Schornstein des Asphaltmischwerkes Wegener dringt.

Das ist mitnichten Wasserdampf!!!

Unerträglicher Gestank ist auch heute wieder …wie schon am vergangenen Tag…über die Stadt…auch über IHRE Stadt, die sich den Klimaschutz auf ihre Fahne geschrieben hat, gewabert.

Sie erinnern sich an dieses Plakat?

Wo bleibt der angekündigte Klimaschutz?

Kein Klimamanager, kein Stadtvertreter erhebt die Stimme!

Keiner hinterfragt die Gestanksituation!

Keiner sieht, hört oder riecht etwas und das, obwohl Meldungen und Beschwerden von Bürgern, die sich auf dem Marktplatz, bei der Eisdiele oder in der Waldstraße aufhielten, bei uns eingegangen sind.

Es muss demnach auch im Rathaus wahrnehmbar gewesen sein, wenn die AHA-Maßnahmen praktiziert wurden. Spätestens beim Lüften muss der Gestank auch dort ankommen sein. Und es riecht definitiv nicht nach Parfüm, wie ein Mitarbeiter des Rathauses einmal erwähnte.

Finden Sie alle zusammen nicht, dass es an der Zeit ist, für IHRE und UNSERE Stadt und für die Gesundheit der Einwohner, speziell der Kinder, Verantwortung zu übernehmen und diese Gesundheit zu schützen?

Die Behörden sind ja, wie schon erwähnt stets bemüht, selbst freitags nach Produktionsende.

Sie als KlimaSCHUTZmanager und Stadtvertreter sind größtenteils vor Ort und könnten sofort reagieren, wenn es mal wieder zum Himmel stinkt!

Wozu gibt es ein Ordnungsamt, das eigentlich gegen solche Belästigungen der Einwohner vorgehen müsste?

Machen Sie ENDLICH alle zusammen Ihren Job, erfüllen Sie Ihre Pflicht und halten Sie diese gesundheitliche Gefährdung auf UNSERE und IHRE Gesundheit von uns allen fern!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Alles nur geträumt?

Die vergangene Woche war……..

.…um es mit den Worten der Firma Wegener, der Betreiberin des Asphaltmischwerk in Wahlstedt, auf den Punkt zu bringen….

ein WORST CASE SCENARIO.

Der Gipfel ist am Donnerstag (06.05.) dieser Woche erreicht worden. Es fand an diesem Tag eine Bahnentladung UND Asphaltproduktion unter Volllast statt! Gräßlicher Gestank-Nebel waberte über weite Teile der Stadt.

Daneben wurden die per Bahn angelieferten Materialien unter lautem Geschepper und Gepolter…wie fast immer…entladen. Auch der angrenzende Lagerplatz für Baustoffe der Firma Wegener reihte sich in die Belastungen für die Anwohner mit Fontänen von weißem Sand ein.

Lärm, Staub und Gestank = Worst Case Scenario

Aber keine Panik!

Laut eines Bescheides des LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume) werden:

die Einwohner Wahlstedts „ nicht durch schädliche Umwelteinwirkungen beeinträchtigt, da kein Verstoß des Rücksichtsnahmegebot §15Abs.1 S.2 Baunutzungsverordnung (BauNVo)vorliegt“. Welche Rücksicht?

„Eine parallele Anlieferung von Eingangsstoffen mit Lastkraftwagen von der öffentlichen Straße an dem Tag der Bahnentladung für das Asphaltmischwerk wird damit vom Betreiber ausgeschlossen.“

Und wie passt der stattfindende Abtransport der Materialien per LKW da rein?

Also stellt sich die Frage, wie jemand von seinem Schreibtisch aus beurteilen kann, welche Beeinträchtigungen für die Einwohner und speziell die Anwohner besteht?

Auf eine Gesamt-Lärm-Emissionsmessung kann verzichtet werden.

Wie kann das sein?

Ganz einfach: Man splitttet alles gekonnt in unterschiedliche Bereiche:

A Die Bahnentladung erfolgt auf einem Infrastrukturgleis, das von den Stadtwerken GmbH&CoKG betrieben wird“  =  Lärmverursacher Nr.1

B Im vorliegenden Fall war die Ermittlung der Vorbelastung entbehrlich, obwohl im Einwirkungsbereich der Anlage noch Anlagengeräusche auftreten und die Geräuschimmissionen der Asphaltmischanlage mit mehr als 49 dB(A) beitragen.“ (Anmerkung: 55dB(A) sind in einem allgemeinen Wohngebiet gemäß  Nr.6.1TA Lärm)

Aber:

Hex hex, damit liegt ALLEIN der Lärm der Asphaltmischanlage als Lärmverursacher Nr.2. 6 dB(A) unter dem zulässigen Lärmpegel.

C“ Auf einem Gleisabschnitt dieses Infrastrukturgleises findet eine Schüttgutentladung statt. Der Entladevorgang erfolgt mit einem Bagger, der sich auf dem Grundstück der Asphaltmischanlage befindet und einem Bobcat (in den Waggons) auf ebenfalls auf dem Grundstück der Asphaltmischanlage befindliche Lkw.

Und hier haben wir dann den Dritten im Bunde. Den Bagger beim Entladevorgang.

Der Entladelärm dürfte die fehlenden 6dB(A) bei weitem überschreiten, denn der Baggerlärm ist von der Tagesverfassung des eingesetzten Baggerfahrers abhängig und die ist zu 90% schlecht. Das Gepolter findet NATÜRLICH nicht statt, wenn vorher Lärmimmissionsmessungen langfristig angekündigt werden! Und der Lärm muss dem Asphaltmischwerk zugerechnet werden, da der Bagger und das Bobcat sich auf dem Gelände des AMW befinden!

D Lärm durch den LKW-Verkehr beim Abtransport der per Bahn angelieferten Materialien. Die vierte Lärmquelle.

der Einsatz akustischer Rückfahrwarner an Lastkraftwagen und Radladern ist unzulässig. Diesbezügliche Emissionsansätze waren daher in der Prognose nicht zu berücksichtigen

Stimmt, die Rückfahrwarner sind ausgeschaltet, aber das fröhliche Gehupe zwischen Laster und Bagger als Zeichen: Die Ladefläche des Lasters ist voll….und der Antwort: Okay, ich fahr dann mal los“ zählt nicht zu den Lärmimmissionen. Der Lärm ist eine freundliche Beigabe des Entladevorgangs.

Vielen Dank dafür!

„Dabei sei davon ausgegangen worden, dass es Streckenabschnitte für normale Fahrbewegungen von Lkw mit 63 dB/m und Abschnitte mit Bodenunebenheiten (+ 2 dB/m) gibt.

Diese Fahrbewegungen finden auch auf dem Gelände des Asphaltmischwerkes statt und müssten bei einer Gesamtemissionsmessung mit berücksichtigt werden.

Nicht richtig ist weiterhin:

„Allerdings wird die Geräuscheinwirkung durch die Lagerboxen selbst sowie durch die Halde und der davor gelegenen Betriebsgebäude der ERC GmbH abgeschirmt.

Die Entladung findet östlich vom Asphaltlabor statt und wird durch nichts abgeschirmt!

Welche Lagerboxen?

Turmbau zu Wahlstedt?
Selbst der große Bagger wirkt klein und possierlich neben den aufgetürmten schwarzen Bergen
Der ortskundige Wahlstedter weiß: Das Asphaltlabor und ERC liegen hinter dem Baum, rechts im Bild

All diese höchst fragwürdigen Ausführungen des LLUR führen dann schlussendlich zu der Erkenntnis:

„Eine subjektive Beeinträchtigung aufgrund zu niedriger Einschätzung der Lärmimmissionen ist hier folglich ausgeschlossen.“

Echt jetzt?

Wäre es nicht so traurig und nachweislich falsch, könnte man sich vor Lachen kaum beruhigen.

Kommen wir zu dem zweiten Mitspieler des Worst-Case-Scenarios: den Staub

Dazu gibt es Immissionswerte für Schwebstaub (PM-10) und Staubniederschläge.

Beides war in der vergangenen Woche aufgrund der extremen Wetterlage nicht zu übersehen. Sozusagen ein Paradebeispiel, selbst für Verleugner sichtbar.

Übrigens: das war der Staub, der regelmässig und konsequent bewässert wird!

Huch, wie geht so etwas?

„Bereits vorhandener Genehmigungen …betreffen das Reinigen und Befeuchten der Wege, der Frei- und Lagerflächen, auch während des Umschlags, insbesondere bei anhaltender Trockenheit.

Die automatisierte Bewässerungsanlage wird auch am Wochenende (außerhalb der Betriebszeit) regelmäßig mehrfach am Tag betrieben.

Na klar! Papier ist bekanntlich geduldig. Die Theorie der Bewässerung hört sich gut an, die Praxis sieht aber anders aus, denn die Halden und Transportstrecken auf dem Erweiterungsgelände der Firma HBW Wegener werden nicht ausreichend bewässert!

Der Staub liegt auf Gartenmöbeln, verdreckt parkende Autos in der näheren Umgebung, rieselt durch Dachluken angrenzender Bewohner und ist auf den Wanderwegen des angrenzenden Waldgebietes zu finden.

Dazu muss man nichts sagen. Die Bilder sprechen für sich!

Andauernde Bewässerung?

Oft nur sporadisch, aber immer in Anwesenheit des LLUR.

Und nach Betriebsende?

Na, da haben alle Feierabend! Auch die kleinen niedlichen Wassersprenger.

Der Hohn ist, dass von der DEKRA am 13.01.20  „unter Einbeziehung der Staubemissionsabschätzung in der Staubimmissionsprognose aus dem Jahr 2008 (GICON, 05.12.2008) sogar geringere Staubemissionen zu erwarten sind.“

Märchen gibt es immer wieder!

„Die vorliegend zu betrachtende Zusatzbelastung ist irrelevant…..weil…auch ohne Einholung einer Staubprognose zur Bestimmung der Gesamtbelastung schädliche Umwelteinwirkungen durch die Anlage nicht hervorgerufen werden.

„Dies wurde damit begründet, dass der Anteil zusätzlicher Fahrwege lediglich als gering einzustufen ist, die genehmigten Lagerboxen dreiseitig eingefasst und die neuen Lagerflächen für Material mit einer Körnung > 2 mm bestimmt sind.“

Welche dreiseitig eingefassten Lagerboxen?

Weißes Material liegt in großen Haufen hinter dem Asphaltlabor!

Ganz klar: Unsichtbare Lagerboxen. Die Erfindung der Fa. Wegener!

„Somit kann hier gesichert von einer Irrelevanz der Zusatzbelastung ausgegangen werden“

Da fehlen einem die Worte!

Man steht vor dem Asphaltmischwerk und sieht den feinen weißen Staub, der vom Materialien-Lagerplatz des Asphaltmischwerkes geweht wird und das ist IRRELEVANT!

Für solche Inkompetenz werden Steuergelder ausgegeben.

Und für Überwachungsbehörden, die noch an Märchen glauben anstatt sich bei stürmigem Wetter einmal VOR ORT und UNANGEKÜNDIGT ein Bild zu machen und nicht nach Betriebsende, wenn einsame Radlader auf dem Betriebsgelände ihre Kreise ziehen und Alibi-Kehrmaschinen so tun als hätten sie den Staub im Griff.

Nun kommen wir zu dem Letzen im Bunde des Worst-Case-Scenarios:

Den Gestank:

Das LLUR stellt in einem Schreiben an eine Anwohnerin fest, dass die durch Geruchsimmissionen

„dargelegte Beeinträchtigung …..“den bereits genehmigten Betrieb der Asphaltmischanlage betrifft“

Kurz zusammengefasst:

Hier wird offiziell und amtlich bestätigt, dass das Asphaltmischwerk Wegener  die Einwohner Wahlstedtsdurch mit Geruchsimmissionen beeinträchtigt.

Ein Mitarbeiter des LLUR, der am vergangenen Freitag, den 07.05.21 vor Ort war, konnte dies nicht bestätigen.

Wie auch? Allgemein bekannt ist: Ab Eins, macht jeder seins!

An diesem Tag fand ab Mittag keine sichtbare (schwarzer Qualm aus dem Schornstein, daher auch kein Gestank) Asphaltproduktion mehr statt.

Auf Nachfrage dieses Mitarbeiters bei einem angrenzenden Betrieb, wurde nicht bestätigt, dass es eine Geruchsbelästigung in den letzten beiden Tagen gegeben habe.

Da fällt einem spontan ein:

Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus!

Und Betriebe, die in diesen Tagen nicht in der vorherrschenden Windrichtung lagen, hatten einfach Glück!

Zahlreiche Mitteilungen von Wahlstedter Bürgern beim Immissionskataster der Initiative Wahlstedt bestätigen die Belästigung durch Asphalt-Gestank!

Fazit:

Die Anwohner und Einwohner Wahlstedts haben mal wieder nur

ge-alb-träumt !!!

Schade, dass es die Technik des „Beamens“ noch nicht gibt, denn dann würde es sogar Mitarbeitern des LLUR möglich sein, bei Betriebsbeginn (so ab 7:00 Uhr….zu früh für amtliche Behörden?) und nicht nach Betriebsende vor Ort zu sein und einmal eine kräftige Nase voll Gestank zu genießen!

Alles in Allem fühlt man sich als betroffener Anwohner immer wieder verhöhnt und nicht ernst genommen.

Die Gesundheit der Wahlstedter…IRRELEVANT?

Bleiben Sie trotzdem gesund!

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Und dann war da noch…..

Es gibt Menschen, die haben ein Gedächtnis….

Und dann gibt es Menschen, die haben ein gutes Gedächtnis!

Dazu gehören eindeutig die Mitglieder unseres Bürgerprotestes! Wir erinnern uns, die Stadtoberen aber ganz offensichtlich nicht!

Ein Artikel in der Segeberger Zeitung vom 20.02.19 kam uns wieder in den Sinn.

In diesem Artikel stand, dass sich der Umweltausschuss der Stadt Wahlstedt mit dem Unmut der Anlieger des Asphaltmischwerkes beschäftigt. Die Verwaltung will das Gespräch suchen. (Wer suchet, der findet oder auch nicht!?)

In diesem Artikel wurde auch auf die vom hiesigen Bürgermeister versprochene Lärmschutzwand hingewiesen.

Sie stehe auf der Agenda für ein zugesagtes Gespräch mit dem Betreiber des Asphaltmischwerkes Wegener und würde in Kürze stattfinden. Das war am 20.02.2019!!!

Solange das Mischwerk von der Firma Papenburg betrieben worden sei, wäre ja alles in Ordnung gewesen, berichten Anwohner, aber jetzt kämen Güterzüge mit 48 Waggons, die beim Entladen wesentlich mehr Lärm verursachten.

,,Es handelt sich hier um zwei verschiedene Lärmquellen“, erklärt der aktuelle Stadtbaumeister, „für die Betriebsgeräusche ist allein die Firma Wegener verantwortlich, für die Entladegeräusche ist Stadt als Eigentümer der Gleisanlagen mit dabei“

Hier wird also von dem hiesigen Stadtbaumeister öffentlich in der Presse bestätigt, dass es durch zwei verschiedene Lärmquellen Entladelärm gibt. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Abgesehen von dem Entladelärm gibt es durch den angrenzenden, von der Firma Wegener betriebenen Baustoffhandel zusätzlichen Lärm und Staub und auch das Transportunternehmen Wilke reiht sich, sogar am Wochenende, in diese Kakophonie nahtlos ein.

Die Anwohner werden also bei einem,, worst case szenario“ (Lieblingsbezeichnung der Firma Wegener für schreckliche Lärmbelästigungen) durch diesen GESAMTLÄRM, der übrigens noch nie gemessen wurde, ( man kann sich denken, warum!) extrem belästigt!

In diesem Artikel wird auch ganz klar die Stadt als Eigentümerin der Gleisanlagen genannt, aber auf Anfragen an die Stadtwerke, wer das Gleis benutzt, herrscht immer große Verwirrung und Ratlosigkeit. Niemand kann die berechtigten Anfragen des Bürgerprotestes, wer alles das Industriegleis für Transportzwecke benutzt, beantworten.

Lesen Sie auch das Geheimnis um Hui-Buh vom 14.10.2020

Hui Buh: Ach wie gut, dass niemand weiß, für wenn ich gerade durch die Gegend reis´

Wir warten immer noch auf die Antwort unserer letzten Anfrage. Bei uns gerät so etwas allerdings nicht in Vergessenheit. Bei uns bleiben die Anfragen solange auf der To-do-Liste bis sie abgearbeitet sind!

Lapidare Lieblingsantwort des Bürgermeisters bezüglich dieses Themas ist, dass die Stadt keine Handhabe habe, da es sich um einen eigenständigen Betrieb handele. Ja genau, ein eigenständiger Betrieb der Stadt!!

Wer sollte dann Auskunft geben können, wenn nicht die Beiratsmitglieder der Stadtwerke? Herr Seehofer als Bundesminister für Inneres, für Bau und Heimat oder Herr Scheuer als Verkehrsminister?

,,Auch die von unserem Bürgermeister versprochene Lärmschutzwand stehe auf der Agenda für das Gespräch, das in Kürze stattfinden soll.!( zur Erinnerung: das war im Februar 2019!)

Nun ist Papier angeblich geduldig und um mit Konrad Adenauer zu sprechen: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

Nur geht das Zitat noch weiter: Nichts hindert mich daran klüger zu werden.

Klugheit sucht man allerdings bei Wahlstedts Stadtvertretern vergeblich!

Die versprochene Lärmschutzwand stand nie wieder zur Debatte! Und die Agenda ist wahrscheinlich in der Schreibtischschublade des Stadtbaumeisters gelandet. Aus den Augen aus dem Sinn!

Aber der Bürgermeister der Stadt Wahlstedt ist ja immer bemüht, die Belastungen der AnwohnerInnen im Rahmen des ihm Möglichen zu reduzieren.

Eine Möglichkeit war dann, die Anwohner darauf hinzuweisen, dass im Grundbuch festgehalten ist, dass es eine Verpflichtung zum Erhalt eines Grüngürtels gibt, der teilweise beseitigt wurde und nun wieder anzulegen sei.

Ein absoluter Witz!

Von den Anwohner wurde kein Grüngürtel abgeholzt, aber die Firma ERC hat die Fläche zwischen der Dr.Hermann-Lindrath-Straße und dem Heideweg großzügig entgrünt? Vielleicht hilft es, die dort grasenden Schafe grün an zu sprayen, damit eine grüne Idylle entsteht. Wieso gab es eine Genehmigung zur Zerstörung dieser Grünfläche? Wo blieb der Aufschrei der ,,Grünen“?

Ist denn für die Vergabe solcher Erlaubnis nicht das Ordnungsamt oder der Stadtbaumeister zuständig und hätte man nicht damit rechnen müssen, dass die Entfernung des Baumbestandes den bestehenden Grüngürtel minimiert und dass dieser daher als „Lärmschutz“ nicht mehr zur Verfügung steht?

Aber nein, man wendet sich an die über Lärm klagenden Anwohner. Die einzige Möglichkeit die der Bürgermeister sieht.

Ist dem Bürgermeister überhaupt bewusst, wie viele Jahre so ein Baum oder Knick wachsen muss, um als Grüngürtel bezeichnet zu werden?

INFO

Wie lange dauert es bis ein Baum groß ist?

Wenn man den Mittelwert von 1,50 Meter pro Jahr nimmt, braucht der Baum im Durchschnitt etwa 46 Jahre, um 69 Meter zu erreichen.

Aber bevor man sich mit den ,,Großen?“ anlegt, macht man erst einmal die ,,Kleinen??“ verbal platt! Man geht den Weg des geringsten Widerstandes….denkt man….denn schließlich wäscht eine Hand die andere!

Was für eine Einstellung!

So steht denn nun auf UNSERER Agenda:

+ weiterhin: die Forderung nach einer wirklichen GESAMTLÄRMMESSUNG

+ der Bau der versprochenen Lärmschutzwand….unter uns: die Stadt haut gerade Geld ohne Ende raus, das sie nicht wirklich hat, da wird doch etwas für die Lärmschutzwand übrig sein, zumal man ja vier potentielle Geldgeber hätte…..( Asphaltmischwerk Wegener, Baustoffhandel Wegener, Wilke, ERC)

Der Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt wird sich jedenfalls weiterhin für ein lebenswertes und gesundes Leben in Wahlstedt einsetzen!

Bleiben Sie uns treu und gewogen!

Und bleiben Sie gesund in dieser verrückten Zeit!

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

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