Hätten Sie es gewußt?

PAK-Nachweisverfahren

Bekannten PAK-Schnellerkennungsverfahren zur Prüfung von teer-/pechbelasteten Straßenausbaustoffe sind:

– Geruchsprüfungen

– Teerschnellerkennungspistole

– Teerschnellerkennungslampe

– Lacksprühverfahren mit Weißlack

Letzteres wird bevorzugt eingesetzt, dient dabei aber lediglich zu einer groben Orientierung!

Eine eindeutige Identifikation teer-/pechhaltigen Materials und eine Quantifizierung des Schadstoffgehaltes ist durch diese Verfahren insgesamt nicht möglich.

Bei unklaren Ergebnissen ist der PAK-Gehalt nach EPA ( Environmental Protection Agency, amerik. Pendant zur deutschen Umweltschutzbehörde) im Feststoff……anhand von Bohrkernen bzw. Ausbaumaterial zu bestimmen.

Bei einer Verfärbung während der Anwendung des Lacksprühverfahren mit Weißlack ist nur eine Aussage dahingehend möglich, dass teer-/pechtypischen Bestandteilen vorhanden sind.

Tritt keine Verfärbung auf, kann man nicht davon ausgehen, dass keine teer-/pechtypischen Bestandteile vorhanden sind. (gelesen in einem Schreiben des LBV-SH 2018)

Wie überaus beruhigend!

Viele PAK gelangen durch Verbrennungsprozesse in die Atmosphäre und verteilen sich dadurch weiträumig.

PAK in der Luft

,,Als Marker für PAK in der Luft dient Benzo[a]pyren, für das ein Zielwert von 1 Nano-gramm/m3 gilt.

2013 kam es in mindestens 13 EU-Ländern zu Zielwertüberschreitungen.

Um den PAK-Gehalt von Produkten zu bestimmen, messen Chemiker und Chemikerinnen meist die Summe von 16 Verbindungen.

Benzo[a]pyren dient dabei als Leitsubstanz, d. h. es wird stellvertretend für alle anderen PAK betrachtet. Die Fachleute sprechen hierbei von PBT-Stoffen (Persistente, Bioakkumulierende und Toxische Stoffe). Werden solche Chemikalien freigesetzt, können sie wegen ihrer Eigenschaften nicht mehr aus der Umwelt entfernt werden. Im Gegenteil: Sie reichern sich an und können dabei Pflanzen, Tiere und letztendlich den Menschen schädigen.

PAK binden an Staub- oder Rußpartikel und gelangen so auch in die Atmosphäre. Dort können sie wegen ihrer Langlebigkeit über weite Strecken transportiert werden.

Durch Regen, Nebel oder Schnee gelangen die PAK-haltigen Stäube wieder zur Erdoberfläche, lagern sich auf dem Boden und auf Pflanzen ab oder gelangen in das Oberflächenwasser. (aus einer Publikation des Umweltbundesamt)

Auch diese Ausagen stimmen einen nicht froh!

Sollte es daher nicht das Bestreben eines Asphaltmischwerkes sein, alles zu tun, um die Emissionen und Imissionen von PAK durch den Einbau eines Filters oder Katalysator zu verhindern und die Gesundheit der Wahlstedter Bürger nicht weiter zu gefährden?

Ist der Profit wichtiger als die allgemeine Gesundheit? Der Einbau eines funktionierenden Filters oder Katalysators wäre doch mal ein Zeichen des guten Willens!

Zur Info:

PAK: Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe

Emissionen bedeutet „Ausstoß“, im Allgemeinen die Aussendung von Störfaktoren in die Umwelt.

Immission bedeutet „Einwirkung“ von Störfaktoren aus der Umwelt auf den Mensch und die natürliche Umwelt.

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