Offener Brief

an den Klimamanager

an die Stadtvertreter der Stadt Wahlstedt

Sehr geehrte Damen und Herren,

sind Ihnen mal wieder die Hände gebunden oder verspüren Sie auch den Wunsch, etwas zu unternehmen, wenn Sie unser Video vom Morgen sehen? (s. in dem Beitrag davor!)

Das Video zeigt unübersehbar, wie ein wahrer Giftcocktail aus dem Schornstein des Asphaltmischwerkes Wegener dringt.

Das ist mitnichten Wasserdampf!!!

Unerträglicher Gestank ist auch heute wieder …wie schon am vergangenen Tag…über die Stadt…auch über IHRE Stadt, die sich den Klimaschutz auf ihre Fahne geschrieben hat, gewabert.

Sie erinnern sich an dieses Plakat?

Wo bleibt der angekündigte Klimaschutz?

Kein Klimamanager, kein Stadtvertreter erhebt die Stimme!

Keiner hinterfragt die Gestanksituation!

Keiner sieht, hört oder riecht etwas und das, obwohl Meldungen und Beschwerden von Bürgern, die sich auf dem Marktplatz, bei der Eisdiele oder in der Waldstraße aufhielten, bei uns eingegangen sind.

Es muss demnach auch im Rathaus wahrnehmbar gewesen sein, wenn die AHA-Maßnahmen praktiziert wurden. Spätestens beim Lüften muss der Gestank auch dort ankommen sein. Und es riecht definitiv nicht nach Parfüm, wie ein Mitarbeiter des Rathauses einmal erwähnte.

Finden Sie alle zusammen nicht, dass es an der Zeit ist, für IHRE und UNSERE Stadt und für die Gesundheit der Einwohner, speziell der Kinder, Verantwortung zu übernehmen und diese Gesundheit zu schützen?

Die Behörden sind ja, wie schon erwähnt stets bemüht, selbst freitags nach Produktionsende.

Sie als KlimaSCHUTZmanager und Stadtvertreter sind größtenteils vor Ort und könnten sofort reagieren, wenn es mal wieder zum Himmel stinkt!

Wozu gibt es ein Ordnungsamt, das eigentlich gegen solche Belästigungen der Einwohner vorgehen müsste?

Machen Sie ENDLICH alle zusammen Ihren Job, erfüllen Sie Ihre Pflicht und halten Sie diese gesundheitliche Gefährdung auf UNSERE und IHRE Gesundheit von uns allen fern!

Mit freundlichen Grüßen

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Ein Gedanke zu „Offener Brief

  1. Guten Morgen,
    gutes Schreiben an die Stadtvertreter, die sich gerne hinter Behördenaussagen oder eigner Verbalakrobatik verstecken und eher nichts tun.
    Doch eines fehlt mir: wo ist der aufgezeigte Zusammenhang zwischen den zweifellos vorhandenen und als belästigend und störenend wahrgenommenen Gerüchen und dem Klima ?
    Angeführt werden sollte, dass die Gerüche des Asphaltwerkes ein giftiger Cocktail aus klimaschädigiger Braunkohle (BKS) und recyceltem Altasphalt sind, die über den Schlot der Anlage in die Umgebung gepustet werden.
    Dass die Anlage mit Braunkohle, mit dem klimaschädlichsten fossilen Brennstoff befeuert wird, dies scheint ausser den betroffenen Anwohnern in Wahlstedt weder die Politik, noch den Klimabeauftragten zu stören. Dabei ist diese Anlage der größte CO-2 Erzeuger der Region, die im Volllastbetrieb über 20 Tonnen Braunkohle pro Stunde verfeuert. Braunkohle emittiert bei der Verbrennung aber nicht nur CO-2, sondern auch umweltschädigendes, giftiges Quecksilber.
    Quecksilber ist ein leicht-flüchtiges Schwermetall, das u. a. in Batterien, Thermometern, sowie auch in Braunkohle vorkommt. Quecksilber wird bei einer Vergiftung in Leber, Milz, Nieren und Gehirn gespeichert und nur langsam wieder über die Nieren ausgeschieden. Die Anzeichen einer chronischen Quecksilbervergiftung sind zunächst unspezifische Zeichen wie
    – Müdigkeit
    – Kopf- und Gliederschmerzen
    – Zahnfleischentzündungen, – Zahnlockerung
    – vermehrter Speichelfluss
    – Durchfälle
    Nierenentzündungen

    Später können Anzeichen der Schädigung des Nervensystems dazukommen wie u.a. :
    – Muskelzuckungen
    – Stimmungsschwankungen
    – Erregungs- und Angstzustände
    – Hör-, Seh- , Gefühls-, Sprach- und Gangstörungen
    – Merkschwäche
    – Persönlichkeitsveränderungen.
    (siehe: https://www.netdoktor.at/gesundheit/fitness/wie-macht-sich-eine-quecksilber-vergiftung-bemerkbar-5211)

    Weiter werden bei Verwendung von BKS und RC-Asphalt auch PAKs, Polyzyklische, aromatische Kohlenwasserstoffe emittiert, die laut Umweltbundesamt hochgradig krebserregend sind.
    In unmittelbarer Nähe vom Asphaltwerk befindet sich ein Kindergarten mit einer Außenfläche, auf dem sich bis zu 70 Kleinkinder aufhalten, ist dies ein nicht hinnehmbarer Zustand, der nicht oft genug hinterfragt und angeprangert werden kann, denn es geht um die Zukunft dieser ungeschützten Kinder. Wie eine derartig stark emittierende Industrieanlage so dicht an Wohnnutzungen – ohne Wahrung von Sicherheitsabständen von den Stadtvätern Wahlstedt das gemeindliche Einvernehmen und von der Behörde, dem Landesumweltamt 2006 die Genehmigung erhalten hat, dies ist immer noch unverständlich.
    Wäre diese Anlage in Nordrhein-Westfahlen beantragt worden, so hätte das Werk nur in einem Industriegebiet mit einem Sicherheitsabstand von 500 Metern genehmigt werden dürfen. In Wahlstedt gehen die Uhren halt anders – berücksichtigen einseitig Unternehmerinteressen aber nicht die der Bevölkerung !
    Mit Gruß
    Merlin

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