Und dann war da noch…..

Es gibt Menschen, die haben ein Gedächtnis….

Und dann gibt es Menschen, die haben ein gutes Gedächtnis!

Dazu gehören eindeutig die Mitglieder unseres Bürgerprotestes! Wir erinnern uns, die Stadtoberen aber ganz offensichtlich nicht!

Ein Artikel in der Segeberger Zeitung vom 20.02.19 kam uns wieder in den Sinn.

In diesem Artikel stand, dass sich der Umweltausschuss der Stadt Wahlstedt mit dem Unmut der Anlieger des Asphaltmischwerkes beschäftigt. Die Verwaltung will das Gespräch suchen. (Wer suchet, der findet oder auch nicht!?)

In diesem Artikel wurde auch auf die vom hiesigen Bürgermeister versprochene Lärmschutzwand hingewiesen.

Sie stehe auf der Agenda für ein zugesagtes Gespräch mit dem Betreiber des Asphaltmischwerkes Wegener und würde in Kürze stattfinden. Das war am 20.02.2019!!!

Solange das Mischwerk von der Firma Papenburg betrieben worden sei, wäre ja alles in Ordnung gewesen, berichten Anwohner, aber jetzt kämen Güterzüge mit 48 Waggons, die beim Entladen wesentlich mehr Lärm verursachten.

,,Es handelt sich hier um zwei verschiedene Lärmquellen“, erklärt der aktuelle Stadtbaumeister, „für die Betriebsgeräusche ist allein die Firma Wegener verantwortlich, für die Entladegeräusche ist Stadt als Eigentümer der Gleisanlagen mit dabei“

Hier wird also von dem hiesigen Stadtbaumeister öffentlich in der Presse bestätigt, dass es durch zwei verschiedene Lärmquellen Entladelärm gibt. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit. Abgesehen von dem Entladelärm gibt es durch den angrenzenden, von der Firma Wegener betriebenen Baustoffhandel zusätzlichen Lärm und Staub und auch das Transportunternehmen Wilke reiht sich, sogar am Wochenende, in diese Kakophonie nahtlos ein.

Die Anwohner werden also bei einem,, worst case szenario“ (Lieblingsbezeichnung der Firma Wegener für schreckliche Lärmbelästigungen) durch diesen GESAMTLÄRM, der übrigens noch nie gemessen wurde, ( man kann sich denken, warum!) extrem belästigt!

In diesem Artikel wird auch ganz klar die Stadt als Eigentümerin der Gleisanlagen genannt, aber auf Anfragen an die Stadtwerke, wer das Gleis benutzt, herrscht immer große Verwirrung und Ratlosigkeit. Niemand kann die berechtigten Anfragen des Bürgerprotestes, wer alles das Industriegleis für Transportzwecke benutzt, beantworten.

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Wir warten immer noch auf die Antwort unserer letzten Anfrage. Bei uns gerät so etwas allerdings nicht in Vergessenheit. Bei uns bleiben die Anfragen solange auf der To-do-Liste bis sie abgearbeitet sind!

Lapidare Lieblingsantwort des Bürgermeisters bezüglich dieses Themas ist, dass die Stadt keine Handhabe habe, da es sich um einen eigenständigen Betrieb handele. Ja genau, ein eigenständiger Betrieb der Stadt!!

Wer sollte dann Auskunft geben können, wenn nicht die Beiratsmitglieder der Stadtwerke? Herr Seehofer als Bundesminister für Inneres, für Bau und Heimat oder Herr Scheuer als Verkehrsminister?

,,Auch die von unserem Bürgermeister versprochene Lärmschutzwand stehe auf der Agenda für das Gespräch, das in Kürze stattfinden soll.!( zur Erinnerung: das war im Februar 2019!)

Nun ist Papier angeblich geduldig und um mit Konrad Adenauer zu sprechen: Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern.

Nur geht das Zitat noch weiter: Nichts hindert mich daran klüger zu werden.

Klugheit sucht man allerdings bei Wahlstedts Stadtvertretern vergeblich!

Die versprochene Lärmschutzwand stand nie wieder zur Debatte! Und die Agenda ist wahrscheinlich in der Schreibtischschublade des Stadtbaumeisters gelandet. Aus den Augen aus dem Sinn!

Aber der Bürgermeister der Stadt Wahlstedt ist ja immer bemüht, die Belastungen der AnwohnerInnen im Rahmen des ihm Möglichen zu reduzieren.

Eine Möglichkeit war dann, die Anwohner darauf hinzuweisen, dass im Grundbuch festgehalten ist, dass es eine Verpflichtung zum Erhalt eines Grüngürtels gibt, der teilweise beseitigt wurde und nun wieder anzulegen sei.

Ein absoluter Witz!

Von den Anwohner wurde kein Grüngürtel abgeholzt, aber die Firma ERC hat die Fläche zwischen der Dr.Hermann-Lindrath-Straße und dem Heideweg großzügig entgrünt? Vielleicht hilft es, die dort grasenden Schafe grün an zu sprayen, damit eine grüne Idylle entsteht. Wieso gab es eine Genehmigung zur Zerstörung dieser Grünfläche? Wo blieb der Aufschrei der ,,Grünen“?

Ist denn für die Vergabe solcher Erlaubnis nicht das Ordnungsamt oder der Stadtbaumeister zuständig und hätte man nicht damit rechnen müssen, dass die Entfernung des Baumbestandes den bestehenden Grüngürtel minimiert und dass dieser daher als „Lärmschutz“ nicht mehr zur Verfügung steht?

Aber nein, man wendet sich an die über Lärm klagenden Anwohner. Die einzige Möglichkeit die der Bürgermeister sieht.

Ist dem Bürgermeister überhaupt bewusst, wie viele Jahre so ein Baum oder Knick wachsen muss, um als Grüngürtel bezeichnet zu werden?

INFO

Wie lange dauert es bis ein Baum groß ist?

Wenn man den Mittelwert von 1,50 Meter pro Jahr nimmt, braucht der Baum im Durchschnitt etwa 46 Jahre, um 69 Meter zu erreichen.

Aber bevor man sich mit den ,,Großen?“ anlegt, macht man erst einmal die ,,Kleinen??“ verbal platt! Man geht den Weg des geringsten Widerstandes….denkt man….denn schließlich wäscht eine Hand die andere!

Was für eine Einstellung!

So steht denn nun auf UNSERER Agenda:

+ weiterhin: die Forderung nach einer wirklichen GESAMTLÄRMMESSUNG

+ der Bau der versprochenen Lärmschutzwand….unter uns: die Stadt haut gerade Geld ohne Ende raus, das sie nicht wirklich hat, da wird doch etwas für die Lärmschutzwand übrig sein, zumal man ja vier potentielle Geldgeber hätte…..( Asphaltmischwerk Wegener, Baustoffhandel Wegener, Wilke, ERC)

Der Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt wird sich jedenfalls weiterhin für ein lebenswertes und gesundes Leben in Wahlstedt einsetzen!

Bleiben Sie uns treu und gewogen!

Und bleiben Sie gesund in dieser verrückten Zeit!

Ihr Bürgerprotest Asphaltmischwerk Wahlstedt

Neues Spendenkonto:

VR Bank Neumünster eG

Bürgerprotest-Asphaltmischwerk-Wahlstedt e.V.

IBAN DE70 2129 0016 0077 5981 90

Ein Gedanke zu „Und dann war da noch…..

  1. vielen Dank für den guten Bericht und die wichtige Erinnerung, die zugleich aufzeigt, wie wichtig die Stadtvertretung das Anliegen der durch die Bahnanlieferungen und Asphaltwerkbetrieb dauerhaft hoch belasteten Anwohner nicht war nimmt ! Wozu wurden die Damen und Herren nochmal gewählt ?
    Erinnert seien die Betroffenen aber auch, dass die Änderungs- gehmigung zur Erweiterung des Betriebsgeländes einen vorherigen Satzungsbeschluss des Bebauungsplanes bedarf.
    Ohne die mehrheitliche Zustimmung der Stadtvertreter kann kein Satzungsbeschluss, kann kein Änderung des B-Plans erfolgen. Folglich hat diese Aussage auch Einfluss auf die Genehmigung des LLUR. Ich habe von der Bürgerinitiative noch nicht vernommen, ob von der Stadtvertretung schon ein entsprechender Satzungsbeschluss öffentlich ergangen ist. Dem vorangegangen müsste auch eine öffentliche Aussprache, eine Anhörung erfolgt sein, die auch dokumentiert werden muss.
    Liegt diese der BI vor ? Wenn ja, so sollte dies auf der BI-Homepage dokumentiert werden….
    Mit Gruß Merlin

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