das Planfeststellungsverfahren der Firma Hermann Wegener GmbH & Co KG ist online und ebenfalls bis zum 15.01.2012 im Wahlstedter Rathaus nach Terminabsprache einzusehen…….auch zwischen den Feiertagen (Aussage von Herrn Mario Fritze, Hauptamt)
Da kommt etwas auf die betroffenen Anwohner zu. Und zwar nichts Gutes!
– 80 LKW pro TAG
– 100.000 t Kiesabbau/Jahr
– jede Menge Lärm durch die Brecher- und Siebanlage
– permanentes Gepiepe beim Rückwärtsfahren des Radladers und der LKW
Jede Person, deren Belange durch das Vorhaben berührt werden, kann bis einschließlich 12.02.2021 schriftlich oder zur Niederschrift bei der Stadt Wahlstedt, Markt 3, 23812 Wahlstedt, oder beim Kreis Segeberg, Der Landrat, Hamburger Straße 30, 23795 Bad Segeberg, Einwendungen gegen den beantragten Kiesabbau erheben.
Fährt man dieser Tage am Wahlstedter Asphaltmischwerk vorbei, sieht man nur noch schwarz. Unmengen von schwarzen Halden von Recyclingmaterial?
Was ist passiert?
Die Firma Wegener hat beim LLUR einen Verlängerungsantrag auf Errichtung und Betrieb einer Anlage zur zeitweiligen Lagerung und Behandlung von mineralischen Abfällen eingereicht.
Heißt: sie will die Anlage in der Kiesgrube auf der Seite der Wittenborner Straße weiterhin zum Recyclen von Straßenabbruchmaterial mit Brecher- und Siebanlage über den 31.12.20 hinaus benutzen. Mit dem Eingang eines Antrages auf befristeten Weiterbetrieb der Anlage wird, sobald der Entwurf geprüft und das Ergebnis an das beauftrage Planungsbüro übermittelt worden ist, beim LLUR gerechnet.
Damit das beauftragt Planungsbüro alles chic vorfindet, wird aufgeräumt. Das restliche dort lagernde Recyclingmaterial wurde aufgearbeitet……
….das war früh morgens ab 6.00/6.30 Uhr dieser laute Lärm, der aus Richtung Kiesgrube kam. Auch da hat man sich wieder nicht an Auflagen gehalten…wahrscheinlich wieder aus Versehen?….
……und LKW um LKW fuhren das Material in der letzten Woche zum Asphaltmischwerk. Dort lagern jetzt wilde Deponien von Recyclingmaterial, wobei es keine Begrenzungen (weder mengenmäßig noch räumlich) für die dort lagernden Halden gibt. Der dort tätige Radlader scheint den Ehrgeiz zu haben, je höher desto besser!
Auflagen eines Genehmigungsbescheides? Was ist denn das für ein Gedanke?
Auszug der Genehmigungsgenehmigung LLUR 07.03.2012 über Betriebszeiten in de Kiesgrube:
Auflagen zum ImmissionsschutzDer Betrieb der Brechanlage und der mobilen Siebanlage einschließlich aller Transportbewegungen ist montags bis freitags in der Zeit von 7:00 bis 19:00 Uhr zulässig.
Wo kein Aufpasser ist, tanzt der Betreiber auf dem Tisch!
Der aufmerksamer Beobachter fragt sich:
Wenn das Planungsbüro die Anlage begutachtet hat….das LLUR scheint sich da augenscheinlich keinen Kopf zu machen….findet dann wieder ein reger LKW-Verkehr zwischen Asphaltmischwerk und Kiesgrube statt? Wird das schwarze Material dann wieder auf die Anlage zur zeitweiligen Lagerung und Behandlung von mineralischen Abfällen zurück transportiert? Dann würde die Anlage ihrer angeführten zeitweiligen Lagerung gerecht werden. Damit ist doch alles legalisiert. Es muss doch niemand wissen, dass das Material zwischenzeitlich eine kleine Spritztour zum Asphaltmischwerk und wieder zurück gemacht hat.
Auf Antrag von Bilbaína de Alquitranes SA und anderen hat das Gericht der Europäischen Union mit Urteil vom 7. Oktober 2015 in der Rechtssache T-689/13 die Verordnung (EU) Nr. 944/2013 der Kommission (1) teilweise für nichtig erklärt, soweit es sich um die Einstufung von Pech, Kohlenteer, Hochtemperatur (EG-Nr. 266-028-2) als aquatisch akut 1 und aquatisch chronisch 1 handelt. Die Kommission hat beim Gerichtshof der Europäischen Union gegen das Urteil des Gerichts ein Rechtsmittel eingelegt, das vom Gerichtshof mit Urteil vom 22. November 2017 in der Rechtssache C-691/15 P zurückgewiesen wurde. Folglich wird die Teilnichtigerklärung durch das Gericht aufrechterhalten, und der Stoff Pech, Kohlenteer, Hochtemperatur (EG-Nr. 266-028-2) ist nicht länger als aquatisch akut 1 und aquatisch chronisch 1 eingestuft. Die Einstufung dieses Stoffes als krebserzeugend 1A, erbgutverändernd 1B und fortpflanzungsgefährdend 1B bleibt bestehen.
Es ist nicht nachvollziehbar, warum bei der Destilliation von Braun- und Steinkohle anfallende Rückstände mit sehr hohen PAK-Gehalten, darunter auch wassergefährdende Naphtahline und Phenole per Urteil nicht mehr wassergefährdend sind ? Das ist unlogisch!
Ausserdem befinden sich in dem Kern des ungebrochenen Schollenmaterials bei Straßensanierungen eingebundene Schadstoffe.Werden diese aufgebrochen, gelangen an den Bruchkanten auslaugfähige Schadstoffe in die Umwelt.
Zumindest ist durch das Urteil wieder in die Öffentlichkeit gerückt, dass die Einstufung dieses Stoffes als krebserzeugend 1A, erbgutverändernd 1B und fortpflanzungsgefährdend 1B bestehen bleibt. FürBitumen aus Erdöl gilt übrigens nach MAK / BAT die Einstufung als 2 B, ebenfalls als krebserzeugend!
Es gab heute (02.12.20) eine amtliche Bekanntmachung des Kreises Segeberg.
Dort wurde auf das Planfeststellungsverfahren der Firma Hermann Wegener GmbH & Co KG hingewiesen. Es geht darin darum, dass die Hermann Wegener GmbH & Co KG die Erlaubnis zur Nassauskiesung (befristet bis zum 31.12.20) in der Kiesgrube in Wahlstedt um 15 Jahre verlängert haben möchte!
„Wird nach Erteilung der Genehmigung sowie nach einer nach § 15 Abs.1 BImSchG angezeigten Änderung festgestellt, dass die Allgemeinheit oder die Nachbarschaft nicht ausreichend vor schädlichen Umwelteinwirkungen oder sonstigen Gefahren erheblichen Nachteilen oder erheblichen Belästigungen geschützt ist, so kann die zuständige Behörde nach § 17 Abs. 1 Satz 2 BImSchG nachträgliche Anordnungen treffen.“
aufgenommen um 8:40 Uhr 6 Grad Celsiusaufgenommen um 16:00 Uhraufgenommen um 16:45 Uhr
Da gibt es Klärungsbedarf!
Was kommt aus dem Schornstein, den ganzen Tag über? Was ist das für ein schwarzer stinkender Qualm? Wieso wird bei diesen Temperaturen überhaupt produziert?
Da helfen weder Schutzmasken noch Sicherheitsabstand und Lüften kann man schon gar nicht! Diese schwarzen Wolken ziehen auch Ende November noch über und durch die Stadt. Von wegen Winterpause! Es wurde uns gesagt, dass unter 10 Grad Celsius keine Asphaltproduktion möglich ist.
Da guckt man und staunt und sorgt sich wieder einmal um seine Gesundheit!
Eine schwarze stinkende Wolke kommt aus dem Schornstein des AMW
Von 2015 bis 2017 gab es in Lilienfeldt/Türnitz in Österreich massive Beschwerden gegen Gerüche aus einer Asphaltanlage. Die durchgeführte Geruchsemissionsmessung ergab eine mehrfache Überschreitung der Grenzwerte.
Der Betreiber hat reagiert und eine vollständige Bitumendampfabsaugung neu installiert, die die stinkenden Bitumendämpfe dem Verbrennungsprozess der Trockentrommel zuführt. In der Trockentrommel werden bei über 1.000 Grad die leicht flüchtigen Geruchsemissionen verbrannt.
Dies hat den Betreiber 30.000 Euro gekostet!
Ist die Gesundheit der Wahlstedter keine 30.000 Euro wert?
Wir könnten wirklich jede der hier dargestellten Qualm-Austrittsstelle (rote Kreise) am Beispiel des Asphaltmischwerkes Wegener mit Fotos und Videos belegen!
ABER: Wir müssen zugeben….denn wir können so etwas…..dass diese ,,Lecks“ momentan der Vergangenheit angehören. Der Betreiber des hiesigen Asphaltmischwerkes hat es geschafft, fast alle ,,Lecks“ zu beseitigen! Das sind gute Nachrichten! Vielleicht auch dank des LLUR?
ALLERDINGS: Wäre da nicht der Schornstein, aus dem weiterhin schwarzer, stinkender Qualm kommt und der ekligen Gestank über ganz Wahlstedt verteilt, könnte man glatt eine Kampagne starten, um junge Familien mit Kindern einen Zuzug in unsere Stadt im Grünen schmackhaft zu machen.
WAS WÄRE ZU TUN? Man könnte ein besseres Filtersystem in den Schornstein einbauen, dass alle Schadstoffe herausfiltert! Noch besser wäre ein Katalysator! Er wird bereits in die Schornsteine von Kreuzfahrtschiffen eingebaut und wäre eine Möglichkeit, PAK und üblen Gestank zu stoppen. Bei den PKW/LKW klappt es ja schließlich auch.
ABER: Wo es nur um Profit geht, interessiert die Gesundheit der Bewohner augenscheinlich nicht!? Und Überwachungsbehörden haben, so scheint es, Verständnis dafür, dass man in eine der ältesten deutschen Asphaltmischanlagen nicht so viel investieren kann.
DER ARME? BETREIBER! Diese Anlage hier in Wahlstedt ist schließlich nicht die einzige, die er betreibt.
Die A 20 soll weiter gebaut werden. Profit ohne Ende ist in Sicht, von den Sanierungen der Landes- und Kreisstraßen einmal abgesehen, die hier im echten Norden betrieben werden sollen.
ES NÜTZT AUCH NICHTS, wenn der sog. Klimaschutzmanager der Stadt immer dann am AMW vorbeifährt, (er wurde schon öko-bewusst per Fahrrad oder mit geöffneter Fensterscheibe per Auto gesichtet) wenn gerade kein Qualm aus dem Schornstein kommt. Tja Pech, zur falschen Zeit am richtigen Ort.
Fazit: Alles Hysterie der Anwohner.
Da benötigt man eben mehr Engagement!
UND WO sind die Politiker der Stadt? Sind die Bewohner der Stadt Wahlstedt es nicht wert, in einer sauberen, nicht eklig stinkenden Stadt zu leben? Warum unterstützt nicht eine Partei die Einwohner?
….Huch, ich vergaß….ich kann ja gar nicht wissen, was von Politikseite alles unternommen wird. Hier wird ja vieles heimlich, still und leise, hinter verschlossenen Türen gemacht…… Wie wäre es mal mit mehr Öffentlichkeit? Die nächste Wahl kommt bestimmt! Pluspunkte kann man immer gebrauchen!
Liebe Bewohner Wahlstedts.…wie immer am Schluss unser Appell:
Ich wünsche Ihnen eine gute, hoffentlich geruchsfreie Woche…die Chancen dafür sind gut, denn momentan produziert das Asphaltmischwerk nicht. Die Hoffnung wäre, dass jetzt die sog. Winterpause begonnen hat, in der der Betreiber Zeit hätte, etwas für die Verbesserung der Situation zu tun! Schöner Traum!
Versuche Sie gesund zu bleiben, soweit es in Ihrer Macht liegt!
Ihre Christa Grütt
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