Am 12.06.2020 berichteten die Lübecker Nachrichten über die Situation in Wahlstedt:
Staubwolken, Lärm wie an der Autobahn und beißender Gestank: Damit müssen Anlieger in der Umgebung des Asphaltmischwerks in Wahlstedt weiter leben. Nun gab es Messungen. Aber die Belästigungen werden wohl bleiben. […]
Kam das Gespräch auf das Thema Asphaltmischwerk Wahlstedt oder Schüttgutumschlag am Industriegleis, zeigten sich Vertreter der politischen Parteien schlecht informiert oder gaben sich ahnungslos. Einzig und allein bei der Frage nach der Zuständigkeit war klar: WIR – NICHT!
Bewohner im schleswig-holsteinischen Wahlstedt sind sauer: Sie wohnen neben einem Gewerbegebiet. Knapp hundert Meter von den Wohnhäusern entfernt, befindet sich ein Asphaltwerk. Viel zu nah, finden die Anwohner. Wenn der Wind ungünstig steht, stinkt es in der Siedlung. Dazu ist die Lärmbelastung hoch. Die Anwohner machen sich Sorgen um ihre Gesundheit. Markt war vor Ort.
FOCUS (11/2019): Deutschlands Baugewerbe ist in Aufruhr – und droht mit einem kompletten Stopp der Straßenarbeiten schon ab dem nächsten Jahr. Grund dafür ist eine neue Vorschrift des Bundesarbeitsministeriums, die Straßenbauarbeiter besser vor Asphalt-Dämpfen schützen soll.
Der aufmerksame Leser hat es bereits mitbekommen: Der NDR war mit einem Kamerateam in Wahlstedt um sich einen Eindruck von der Situation zu machen. Der Beitrag soll am 15.06.2020 ab 20:15 Uhr im NDR Fernsehen in der Sendung „Markt“ gezeigt werden.
seit unserem letzten Rundbrief ist wieder einige Zeit ins Land gegangen. Corona behindert uns immer noch, aber Schritt für Schritt geht es ins normale Leben zurück.
In der Zwischenzeit sind wir wiederum nicht untätig gewesen und können gute Nachrichten verkünden.
Nach jahrelangen Beschwerden über Lärm, Staub und Gestank vom Asphaltmischwerk sollte endlich der Lärm bei der Bahnentladung gemessen werden.
Das hatte es in all den Jahren noch nie gegeben: Lärmmessung beim Verladebetrieb am Industriegleis!
Lärmmessung…
…beim Verladebetrieb…
…am Industriegleis.
Wohlweislich gab es seitens der Umweltbehörden im Vorwege hierzu keine Informationen an den Werksbetreiber. Schließlich wollte man doch wirklichkeitsnahe Messergebnisse gewinnen.
Die Gesamtkosten dieser Aktion waren noch unklar, könnten aber sicher beträchtlich werden. Man stelle sich vor, es müssten Lärmschutzmaßnahmen ergriffen werden.
Sollte also der zulässige Lärmpegel bei der geplanten Messung nicht überschritten werden, ließen sich erhebliche Vorsorgekosten einsparen!
Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste, dachte da wohl jemand.
Huch, auf rätselhafte Weise erfolgte die Lärmmessung tatsächlich unter ausgesprochen untypischen Bedingungen.
Folgendes Schreiben sandten wir nach der Lärmmessung vom 28.04.2020 and das LLUR (Landesamt für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume):
Wahlstedt, d. 04.05.2020
Sehr geehrter Herr M., vielen Dank nochmals an Sie und Herrn L. dafür, dass Sie sich am 28.04.2020 vor Ort einen persönlichen Eindruck des Entladebetriebs bei der Lärmmessung verschafft haben! Zu Ihrem Glück herrschte an diesem Tag ausnahmsweise Nordwind, sodass die bei den Entladevorgängen entstandenen heftigen Staub- und Sandwolken in Richtung Industriestrasse zogen…
Liebe Anwohner,innen, liebe Mitstreiterinnen, seit unser Sachbeistand Herr Dipl.-Ing. Klaus Koch in der Begegnungsstätte Wahlstedt seine Stellungnahme präsentiert hat (30.01.2020), ist schon etwas Zeit vergangen. Nach unserem ersten Info-Abend am 26.02.2020 sollte eigentlich schon längst ein weiterer stattgefunden haben, aber wegen der Corona-Pandemie war das leider nicht möglich.
Wir sind in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen, wurden aber in unserer Öffentlichkeitsarbeit ausgebremst.
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